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Steigende Anforderungen in der Berufsorientierung „Globus-Verbund“

Steigende Anforderungen in der Berufsorientierung „Globus-Verbund“

Seit mehr als 10 Jahren arbeitet das Berufsorientierungsprojekt „Globus-Verbund“. Ziel des Projektes war es und ist es immer noch, Jugendliche zu befähigen, selbst eine fundierte berufliche Entscheidungsfindung zu erlangen. Durch verschiedene Defizite bei den Teilnehmer_innen, die aktuell häufiger auftreten, sind die betreuenden Kolleg_innen vor größere Herausforderungen gestellt.

Folgende Defizite treten vermehrt auf: Zunehmende berufliche Desorientierung: Für die Teilnehmer_innen scheint die Kluft zwischen der individuellen Leistung und dem vom Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Geforderten unüberbrückbar. Sie verfügen oft nicht über einen Schulabschluss und dies stellt eine Zugangsbarriere zum Ausbildungsmarkt her. Sie sind auf Grund ihrer sozialen Umstände mit Sucht-, Verhaltens-, Motivations- oder Orientierungsproblemen etc. belastet. Sie orientieren sich häufig auf einen geschlechtsspezifischen Beruf und erkennen nicht, dass ein Umlernen und Umdenken im Berufsleben erforderlich ist. Die Erkenntnis, dass ein erlernter Beruf keine auf lange Frist gesicherte Beschäftigung verspricht, ist den Teilnehmer_innen fremd. Diese Defizite können sich auch auf die Anschlussbeschäftigungen auswirken. Es kommt häufiger zu Abbrüchen, die zur Jugendarbeitslosigkeit und später zur Dauerarbeitslosigkeit führen können. Auch die Neugestaltung der Arbeits- und Lebenswelt, die Einbeziehung der Kommunikations- und Informationstechnik, der erhöhte Bedarf an mittleren und höheren Qualifikationen steht der Beschäftigung von Un- und Angelernten entgegen. Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, müssen Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen gesteigert werden. Ein längeres Praktikum kann den Berufswahlprozess erheblich intensivieren. Die Vermittlung von beruflichem Orientierungswissen und deren Bedingungen am Arbeitsmarkt sind wichtig für den zukünftigen Beruf. Eigene Interessen müssen unbedingt einfließen. Sie vermindern Fehlentscheidungen. Nicht die Vermittlung nach dem Durchlauf der Berufsorientierung ist die Herausforderung, sondern der Verbleib und das Durchhaltevermögen. Bei der Vermittlung helfen Agentur für Arbeit, das Job-Center oder das Jugendamt. Das Angebotsspektrum muss breiter aufgestellt werden. Nicht allein Berufsmessen, sondern Tage der offenen Tür, Probearbeiten, längere Praktika, Einüben von Vorstellungsgesprächen, Eignungsteste und Bewerbungstrainings führen zu einer richtigen Berufsfindung. Das Projekt Berufsorientierung „ Globus-Verbund“ der im Trägerverbund mit JAO gGmbH gefördert durch das zuständige Jugendamt, zieht trotz dieser Herausforderungen für das laufende Jahr eine positive Bilanz. Im Jahr 2015 haben wir eine hohe Vermittlungsquote bei insgesamt 8 Jugendlichen, die in dieser Zeit das Projekt durchlaufen haben. Einige sollen hier benannt werden: eine Ausbildung zur Sozialassistentin eine Ausbildung als Fachkraft Lager und Logistik eine Berufsvorbereitung handwerklicher Bereich eine erneute Aufnahme zum Schulabschluss eine assistierte Ausbildung ab November 2015 im Sicherheitsbereich Auch die Praktika waren in diesem Jahr zielorientierter wie im: Kitabereich, Firma Hautec- Elektro, Trockenbaufirma, LKW-Werkstatt und nicht zu vergessen der Umbau des Sanitärbereiches in unserer neuen Kita in der Märkischen Allee. Wir hoffen auf einen Verbleib der Jugendlichen in diesen obengenannten Ausbildungen. Einiges konnten wir Ihnen mitgeben, ihnen helfen. Wir haben Probleme gemeinsam gemeistert, waren fordert, aber wir hatten auch Spaß bei Gruppenfahrt nach Neureetz und an die Ostsee. Ein ganzes Jahr bedeutet eine gewisse Enge aber auch Vertrautheit. Diese zu meistern, verlangt von beiden Seiten Respekt und Achtung gegenüber dem Anderen. Wir - so kann ich sagen - haben diese Anerkennung erhalten. Jürgen Pickert (Projektmitarbeiter)  

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